Autorenarchiv: Stefan Höhbusch

Kritische Fremdsprachendidaktik als neuer Leitgedanke des Russischunterrichts?!

Russischlehrerfortbildung des HRLV am 6. März 2026

Der Russischunterricht steht, wie auch der Unterricht in den anderen zweiten und dritten Fremdsprachen, vor vielen Herausforderungen. Die Kultur der Digitalität, insbesondere die Nutzung von KI, multiple gesellschaftliche Herausforderungen sowie der russländische Angriffskrieg auf die Ukraine werfen die Frage auf, ob der Russischunterricht mit seiner aktuellen kommunikativen Ausrichtung noch zeitgemäß ist.

Dr. Jule Böhmer hat uns in einem spannenden Workshop den Ansatz der kritischen Fremdsprachendidaktik vorgestellt und dessen Übertragbarkeit auf den Russischunterricht überprüft. Anschließend hatten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, sich anhand von Material- und Unterrichtsbeispielen praktisch mit der kritischen Fremdsprachendidaktik auseinanderzusetzen.

Die Materialien des Workshops können hier kostenlos heruntergeladen werden.

Die Referentin betreibt einen spannenden Blog zur Fachdidaktik des Russischen: https://fachdidaktikrussisch.info

Sprachentage Russisch am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium in Bad-Homburg

58 Russischschüler:innen von Schulen aus Bad Homburg (Kaiserin-Friedrich-Gymnasium), Wiesbaden (Carl-von-Ossietzky-Schule), Frankfurt (Goetheschule), Darmstadt (Lichtenbergschule), Gelnhausen / Wächtersbach (Kreisrealschulen) und Marburg (Martin-Luther-Schule und Elisabethschule) haben sich am 14. und 15. November zu den ersten Hessischen Sprachentagen Russisch getroffen und zwei fröhliche Tage gemeinsam verbracht.

In den Zeiten des Kriegs Russlands gegen die Ukraine war es uns ein Herzensanliegen, mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlichster Herkunft aus vielen Teilen der Welt und speziell Osteuropas zu zeigen, dass wir gemeinsam für den Frieden einstehen und vielleicht einen kleinen Betrag zur Verständigung leisten können. Aus diesem Grund haben wir zusammen ein Friedenslied eingeübt und bei der Eröffnung und der Abschiedsveranstaltung gesungen: Мир без войны! Mitarbeitende und Studierende des Instituts für Slavistik der Universität Gießen haben am Nachmittag spannende Stationen rund um die Sprachen und Kulturen Osteuropas gestaltet, in denen wir unseren Horizont über das Russische hinaus auf die bunte Vielfalt unserer östlichen Nachbarn hin geöffnet haben.

Am zweiten Tag wurde es kreativ: In Gruppen haben die Teilnehmenden Folgen der beliebten Zeichentrickserie Mascha und der Bär gedreht, die wir in der Abschlussveranstaltung gemeinsam angeschaut haben. Ein großes Kompliment an die Schauspieler:innen, Regisseur:innen und Kameraleute für die phantastischen Filme. Natürlich wollten wir auch schauen, welche Spuren russischer Kultur es in Bad Homburg gibt. So haben wir gemeinsam mit dem Verein „Deusch-Russische Brücke Bad Homburg“ und Vertreterinnen der orthodoxen Gemeinde die orthodoxe Kirche und weitere Orte mit Russlandbezug in Bad Homburg erkundet.

Unser Dank geht an die vielen Helferinnen und Helfer am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, am Institut für Slavistik der JLU und vom Verein „Deutsch-Russische Brücke Bad Homburg“ sowie für die finanzielle Unterstützung an die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Stiftung Deutsch-Russischer-Jugendaustausch. Besonders möchten wir uns bei den Russischkolleg:innen aus NRW bedanken, die die Idee der Sprachentage entwickelt und und uns erlaubt haben, diese zu übernehmen.

Und natürlich hoffen wir sehr und freuen und auf eine Fortsetzung der Hessischen Sprachentage Russisch…